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Comme un Allemand en France

Die Autoren Jeanne Guérout, Stefan Martens und Aurélie Luneau des Pariser Verlages L’Iconoclaste werfen anhand bisher unveröffentlichter privater Briefe aus der Besatzungszeit 1940-1944 hier zum ersten Mal den Blick auf Frankreich, seine Kultur und seine Menschen aus Sicht des deutschen Soldaten und generell des deutschen Besatzers.

Die Quellen der schriftlichen Dokumente stammen von der Museumsstiftung Post und Kommunikation und der Württembergischen Landesbibliothek, Bibliothek für Zeitgeschichte – und vom Deutschen Tagebucharchiv.

Ergänzt werden diese Texte um Briefe aus der Kriegszeit von sechs bekannten Autoren, allen voran Heinrich Böll.

In der Badischen Zeitung erschien der Artikel Der Blick der Besatzer auf Frankreich, veröffentlicht am 15. September 2016 auf badische-zeitung.de.

Die französischen Wochenzeitungen Le Point und Le Figaro littéraire veröffentlichten am 6. Oktober 2016 ausführliche Buchbesprechungen.

Selbstreflexionen und Weltdeutungen

Die Historikerin Hanne Lessau widmet dem Deutschen Tagebucharchiv längere Passagen in dem 2015 im Wallstein-Verlag erschienenen Sammelband mit dem etwas sperrigen Titel „Selbstreflexionen und Weltdeutungen — Tagebücher in der Geschichte und der Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts„. Nicht nur die Herausgeber Janosch Steuwer (Universität Bochum) und Rüdiger Graf (Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam) wurden bei häufigen Besuchen im DTA fündig. Zahlreiche weitere Aufsätze lassen die Bedeutung des Tagebuchs als zeithistorische Quelle exemplarisch deutlich werden.

Kind versprich mir, …

Entstanden nach der Auswertung von Dokumenten des DTA:
In seinem kürzlich erschienenen Buch „Kind versprich mir, dass du dich erschießt“ erzählt der Historiker und Dokumentarfilmer Florian Huber die bis dahin noch „unerzählte Geschichte“ der kleinen Leute, die 1945 in einer Selbsttötungswelle ihrem Leben ein Ende setzten. In einer Mischung aus Analyse und Erzählung und unter Verwendung von Tagebüchern von drei Autorinnen und vier Autoren aus dem DTA berichtet er über eine bisher kaum bekannte Seite des Kriegsendes.

Die Zeitung Der Sonntag veröffentlichte ein Interview mit Florian Huber.

In der Radio-Sendung Die ganz private Kapitulation diskutierte Florian Huber mit dem Historiker Dietmar Süß und dem Soziologen Michael Witte und ging auch auf den vielfältigen Quellenbestand des Tagebucharchivs ein. (SWR2 Forum vom 15.4.2015)

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Florian Huber
Kind, versprich mir, dass du dich erschießt – Der Untergang der kleinen Leute 1945
304 Seiten. Taschenbuch € 11,00
Piper
ISBN: 978-3-492-30898-4

Erstes Buchprojekt

Die 350 Seiten umfassende ‚Verborgene Chronik 1914‘ erscheint im Berliner Galiani Verlag. Dieser erste Band umfasst den Zeitraum Juli 1914 bis Januar 1915 und nahezu jeder Tag dieser Vorkriegsphase und ersten Kriegsmonate wird durch Originalzitate aus Tagebüchern und Feldpostbriefen des Deutschen Tagebucharchivs belegt.

Die beiden Münchner Autoren Lisbeth Exner und Herbert Kapfer haben Tausende von Tagebuch- und Briefseiten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs durchgearbeitet und in Form einer Collage von Kriegserlebnissen und -wahrnehmungen von Kriegsteilnehmern und Zivilisten nebeneinander gefügt. Jutta Jäger-Schenk vom DTA wirkte maßgeblich mit an der seit einem Jahr bestehenden Kooperation zwischen Verlag, DTA und den Autoren. Entstanden ist ein spannendes Werk, in dem die Menschen, die den Ersten Weltkrieg selbst erlebt haben, zu Wort kommen.

Wolfgang Hörner, der Programmleiter des Galiani Verlags, hat das Projekt angestoßen und das DTA zuvor dreimal zu Recherchen und Arbeitsgesprächen besucht. Eine Arbeitsgruppe des DTA beschäftigte sich rund zwei Jahre lang mit der Erschließung von DTA-Dokumenten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Vorgesehen sind zwei Folgebände, die den weiteren Verlauf und das Ende des Ersten Weltkriegs zum Inhalt haben werden. Der erste Folgeband soll voraussichtlich 2016 erscheinen.

Hörbuchfassung

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Die Hörbuchfassung des Buches ‚Verborgene Chronik 1914‘ erhielt den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Gelesen von Meike Droste und Wolfgang Condrus werden die 6 Audio-CDs mit einer Laufzeit von 462 Minuten im Hörverlag angeboten.

„Insbesondere in der akustischen Fassung gelingt es, die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ eindringlich zu vergegenwärtigen – mit Auszügen aus 37 bislang nicht veröffentlichten und von ihrem Ursprung her auch nicht zur Veröffentlichung bestimmten Tagebüchern unbekannter Menschen, die dank der Recherche der Herausgeber im Begleitheft eine Biographie erhalten. …“ (Für die Jury Wolfgang Schiffer)

Der Preis wurde im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 13. März 2015 verliehen.

Surviving Hitler’s War

Entstanden nach der Auswertung von Dokumenten des DTA:
„Telling the stories of mothers, fathers and children in their own words, Vaizey recreates the experience of family life in Nazi Germany. From last letters of doomed soldiers at Stalingrad to diaries kept by women trying to keep their families alive in cities under attack, the book vividly describes family life under the most extreme conditions.“
Kurzbeschreibung übernommen von der Seite des Versandhändlers jpc

Enduring the Great War

Entstanden nach der Auswertung von Dokumenten des DTA: „This book is an innovative comparative history of how German and British soldiers endured the horror of the First World War. Unlike existing literature, which emphasises the strength of societies or military institutions, this study argues that at the heart of armies‘ robustness lay natural human resilience. Drawing widely on contemporary letters and diaries of British and German soldiers, psychiatric reports and official documentation, and interpreting these sources with modern psychological research, this unique account provides fresh insights into the soldiers‘ fears, motivations and coping mechanisms. It explains why the British outlasted their opponents by examining and comparing the motives for fighting, the effectiveness with which armies and societies supported men and the combatants‘ morale throughout the conflict on both sides. Finally it challenges the consensus on the war’s end, arguing that not a ‚covert strike‘ but rather an ‚ordered surrender‘ led by junior officers brought about Germany’s defeat in 1918.“
Beschreibung des Verlags  Cambridge University Press