Unsere Mediathek enthält Sendungen (Radio), Hörtexte, viele schöne Bilderserien und Videos.
Sendungen (Radio)
Telefon-Interview zum Thema Tagebuch mit Jutta Jäger-Schenk
Moderation: 29. Februar 2024 Radio Siegen
Trotz neuer Apps: Warum das Tagebucharchiv nur Handschriftliches bewahrt (Interview mit Marlene Kayen)
Moderation: Marietta Schwarz 07. Januar 2024 Deutschlandfunk Kultur
Hörtexte
Die Hörtexte zur 23. ZEITREISE
Clara Brause „Heraus aus dem Dunkel – empor zum Licht“, 1923 – 1929
Die einst gut situierte, nach dem Tod des Mannes verarmte Witwe lebt zusammen mit ihrer 25-jährigen Tochter Erna, einer Bankangestellten, in einer geräumigen Wohnung in Berlin-Moabit, in der sie Zimmer vermietet. 15 Tagebücher füllt sie zwischen 1923 und 1936. Das Leben in Berlin 1923 – wie für viele ist der Alltag der 49-jährigen Clara Brause nicht „golden“, sondern von der Inflation und dem Ringen um die Existenz bestimmt (DTA 664)
Oskar Schlindwein „Eine raue Wirklichkeit weht mich an“ 1918 – 1927
Am Sonntag, 29. August 1900 kommt Oskar im vorderpfälzischen Dorf Edesheim zur Welt. 1918 bewirbt er sich als Bahnbeamtenanwärter für den mittleren Dienst. In der Nachkriegs-inflation müssen die Eltern ohnmächtig mit ansehen, wie ihr ganzes Vermögen von etwa 20.000 Goldmark dahinschwindet. Trotz der schwierigen Beziehung zu ihnen, unterstützt Oskar sie. Das Studium von Literatur und Kunst ist Kompensation für eine unerfüllte Bildungskarriere und den ungeliebten Beruf. Immerhin kann er als Bahnbeamter kostengünstig reisen. (DTA 3117)
©Produktion der beiden Audiofassungen: Tonstudio TONPONY, Emmendingen (Instagram)
Die Hörtexte zur 22. ZEITREISE
… und ab geht die Post! Zirkularbriefe im 20. Jahrhundert – Gruppenchat vor 110 und vor 60 Jahren
Die jungen Frauen korrespondieren zwischen 1903 und 1907 und geben Auskunft über ihr Selbstverständnis und die ihnen zugedachten Rollen, gottesfürchtige und sittsame Hausfrauen zu werden.
Die Pillenmädels – Zum Kuckuck mit dem Papst:
Zwischen 1963 und 1971 diskutieren die Abiturientinnen eines hannoverschen Gymnasiums, angehende Medizin- und Pharmaziestudentinnen, in den Jahren des Aufbruchs und der Rebellion heftig miteinander. Wie stark die Themen – u.a. die Antibabypille, Kind und/oder Karriere, die Studentenunruhen und der Studienalltag – polarisieren, zeigt der Screenshot ihres Ringbuches.
© Produktion der beiden Audiofassungen: Tonstudio TONPONY
Hörbeispiele unserer CD Lebensspuren
Alexandra B. Jugendtagebuch 1983 bis 1987
Martin Walser im Gespräch
Bei den ersten Emmendinger Autobiografietagen des Deutschen Tagebucharchivs im November 2008 gab es eine Tagebuch-Lesung des Schriftstellers Martin Walser vor über 300 Besuchern. Hören Sie kurze Ausschnitte aus dem sich anschließenden Gespräch, das Ulrich Ott, ehemaliger Direktor des Deutschen Literaturarchivs, mit dem Schriftsteller führte.
Bilderserien
Hier finden Sie Bilder von besonderen Zeitzeugnissen aus dem Archivbestand. Sie zeigen eindrücklich, warum es sich lohnt, Tagebücher, Briefe und Erinnerungen zu sammeln und zu bewahren.
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Tagebuch-Rücken
Prächtige Tagebuchrücken aus drei Jahrhunderten schmückten 2018 die Freiburger Brücke (Nähe Merk Galerie) auf 60 Metern Länge. Das gelungene Projekt realisierte der Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen gemeinsam mit dem Deutschen Tagebucharchiv.









Denckmal der Freundschaft
lautet der Titel eines über 200 Jahre alten Buches, das zwar nicht autobiografisch ist – aber dafür als besonderes Schmuckstück den Archivbestand bereichert: Es handelt sich um ein ALBVM AMICORVM, das ab 1791 in Jena beschrieben wurde.













Feldpostkarten
Als Anlage zum Tagebuch von Ludwig D. (DTA 708 / III) vermitteln die beigefügten Feldpostkarten einen ganz speziellen Einblick in die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts.

















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Schreib-Kalender
Das älteste Tagebuch des Bestandes stammt aus dem Jahr 1760. Es handelt sich um einen württembergischen Schreib-Kalender, der von Gottlieb C. Bohnenberger (1732-1807) für seine Buchhaltung und für kurze Notizen genutzt wurde. Der Pfarrer aus Neuenbürg nahm als Feldprediger am Siebenjährigen Krieg teil und marschierte mit seinem Regiment nach Thüringen und Sachsen (DTA 1576).








Morserolle
Als Ergänzung zu den Erinnerungen und Briefen von Carl Grawinkel (DTA 67) wurde dem DTA eine 65 Meter lange Funkerrolle übergeben. Diese ist vollständig mit Farbzeichnungen bemalt, die Szenen des Kriegsalltags im Ersten Weltkrieg wiedergeben.















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Schachspiel und Tagebuch
Handgroß und augenscheinlich handgenäht ist das in Leder gebundene Tagebuch von Kurt B. (1918-2002), das dieser 1945-1946 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft verfasst und seiner „lieben Frau“ widmet. Das Büchlein ist mit detailliert ausgeführten Buntstiftzeichnungen geschmückt und enthält die in gereimter Sprache verfassten Gedanken eines Wehrmachtsoldaten, der darin seine Verzweiflung über den Kriegsausgang zum Ausdruck bringt. Beigabe zu diesem kleinen Buch ist ein Schachspiel, dessen Figuren Kurt B. gemeinsam mit Mitgefangenen während der Lagerhaft in Kornwestheim schnitzte (DTA 3955).











Wahre Kunstwerke
Über mehrere Jahrzehnte gestaltete Walter H. außergewöhnliche Tagebuchbände, die seine Weltreisen, seine Hobbys und seinen beruflichen Werdegang abbilden. Und dies im doppelten Sinne: Er hat seine Notizen mit prächtigen Zeichnungen, Fotos und Auflistungen von besuchten Kinofilmen ergänzt. Dabei blieb er sein Leben lang der Sütterlin-Schrift treu. Bei der persönlichen Übergabe im Herbst 2015 betonte der 85-Jährige, wie wichtig es ihm sei und wie dankbar er sei, dass seine Tagebücher im DTA lange erhalten bleiben.














Reisetagebuch
„Mein Juni 1837“ betitelte Carl August Wildenhahn sein Reisetagebuch, in dem er seine Erlebnisse in kleinen, humorvollen Gemälden und Beschreibungen festhielt. Seine Reise führte ihn von Hof in Bayern bis in die Schweiz. Er war mit dem Postwagen, mit dem Zug und zu Fuß unterwegs (DTA 673).






















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Zeichnungen
Im Jahr 2009 brachte ein Autor 163 prächtig gestaltete Tagebücher aus den Jahren 1979 bis 2009 persönlich nach Emmendingen. Viele Seiten wurden von ihm mit zum Teil großflächigen Tusche- und Buntstift-Zeichnungen illustriert (DTA 1248).












