Autor: Admin-DTArchiv

eine Seite mit schwungvoller Handschrift gefüllt, davor ein kleineres Bild des grünen Tagebuchheftes

„Der Morgen war herrlich …“

Hörproben aus Tagebüchern – Sie hatten noch keine Gelegenheit, unser kleines Museum zu besuchen? – Wir lassen in unregelmäßigen Abständen Stimmen aus unserer aktuellen Museumsausstellung zu Wort kommen; auf Deutsch, Englisch oder Französisch, je nachdem auf welches der weißen Startdreiecke Sie klicken. Hier nimmt Marie Luise Schniewind aus Elberfeld Sie mit auf eine Rheinreise im Jahr 1841. Tagebücher erzählen… Tales From Diaries… Raconter sa vie…

„Es war bitterkalt …“

Hörproben aus Tagebüchern – Sie hatten noch keine Gelegenheit, unser kleines Museum zu besuchen? – Hier lassen wir in unregelmäßigen Abständen einige Stimmen aus unserer aktuellen Museumsausstellung zu Wort kommen; auf Deutsch, Englisch oder Französisch, je nachdem auf welches weiße Startdreieck Sie klicken. Wir beginnen mit einem Auszug aus dem Tagebuch Von Valparaiso nach Buenos Aires des Kaufmanns Ernst Neumann (1873-1945), der darin seine Erlebnisse während der Überquerung der Anden im August 1902 schildert. Tagebücher erzählen… Tales From Diaries… Raconter sa vie…

Eine Außenansicht

„Was bedeutet es, nach Hitler Deutscher zu sein?“ Dieser Frage geht der am Birkbeck College in London lehrende deutsch-britische Historiker Frank Trentmann in seinem 1000-seitigen, in Deutschland, Großbritannien und den USA neu erschienenen Buch Aufbruch des Gewissens nach. Vom Tagebuch zum Zeitzeugnis Mehrmals hat der Historiker dafür das Deutsche Tagebucharchiv besucht, denn er untersucht für seine großangelegte historische Forschung nicht nur Flugblätter, Gesetztestexte, Umfragen, Predigten, Theaterstücke, Filme und vieles mehr, sondern auch Tagebücher.  16 Dokumente aus dem DTA-Bestand fließen in seine Untersuchung ein. Darunter sind zum Beispiel die Briefe an einen vermissten Sohn des Waiblinger Arztes Hugo Manz (DTA 2176), dessen Sohn 1943 in Russland als Jagdflieger abgeschossen wurde und dessen weiteres Schicksal unbekannt blieb. Um mit der Ungewissheit umgehen zu können und das Kriegsgeschehen nachzuvollziehen, schrieb der Vater bis 1971 Briefe an den vermissten Sohn. Auch Tagebücher aus einem Forschungsprojekt der Universität Potsdam, in denen DDR-Bürgerinnen ihre Erfahrung mit der Wendezeit festhalten sind in das Buch einbezogen worden (DTA 1533). Stalingrad als moralischer Wendepunkt: Die Neuausrichtung der deutschen Moral Frank Trentmann setzt den moralischen …

Blick in Weinberge mit Herbstlaub

Öffentliche Lesung – 25. ZEITREISE

Für die Lesungen der 25. ZEITREISE wurden Textauszüge von 18 Autorinnen und Autoren zusammengestellt. Darunter finden sich eine Hebamme aus Freiamt, ein Amtsarzt aus Emmendingen, ein Bauingenieur, der am Ravenna-Viadukt mitgeplant hat, eine Winzerin aus dem Markgräfler Land und viele mehr. Sie lassen ein vielfältiges Bild des Dreiländerecks zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 2000er Jahre entstehen Für alle Interessierten, denen es nicht vergönnt war, die Lesungen live zu erleben, ist die ZEITREISE-Broschüre mit insgesamt 24 ausführlichen Texten über die Geschäftsstelle des DTA oder über unsere Seite Shop bestellbar (150 S. / 10 Euro zuzüglich Versand).  

Sponsoring

Wir bedanken uns bei allen unterstützenden Firmen, die die Arbeit des Deutschen Tagebucharchivs als Projektpartner unterstützen. Insbesondere gilt dies für das Sponsoring der mehrmals im Jahr erscheinenden Neuigkeitenbriefe, der DTA-Broschüren zur jährlichen ZEITREISE-Lesung und der LEBENSSPUREN. Lesen Sie auch über die privaten und institutionellen Förderer.

Mitglied werden

Jedes Mitglied im Deutschen Tagebucharchiv e.V. hilft die einmaligen autobiografischen Zeitzeugnisse zu sichern und für künftige Generationen zu bewahren. Sie geben mit Ihrem Mitgliedsbeitrag  der Vergangenheit eine Zukunft! Neben der Einladung zur jährlichen ZEITREISE oder zu einer neuen Ausstellung im Museum, erhalten alle Mitglieder dreimal im Jahr einen Neuigkeitenbrief per Mail, der über Aktuelles, über bemerkenswerte Einsendungen und  Forschungsbesuche im DTA und über besondere Aktivitäten informiert. Mit 55,- Euro im Jahr – gerne auch mehr – (aktive Mitglieder 30,- Euro) sichern Sie den Fortbestand  und die Weiterentwicklung des DTA und geben den Selbstzeugnissen von „Herrn und Frau Jedermann“ eine dauerhafte Bleibe. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung! Füllen Sie doch gleich unser Formular aus, speichern Sie es auf Ihrem Computer und schicken es ausgefüllt an uns zurück. Gerne können Sie auch das Fax benutzen. Die Faxnummer lautet: 07641 / 931928 .

"Denkmal der Freundschaft" ALBORVM AMICORVM, 1791 Jena

Fördern

Martin Walser  bezeichnet 2008 das Archiv  als  „eine  Bleibe, die den Tagebüchern – den einsamsten Zeugnissen – eine Herberge verschafft“. Diese „Herberge für Tagebücher“ lebt und entwickelt sich weiter, weil Mitglieder, private und institutionelle  Förderer regelmäßig spenden. Lesen Sie hier mehr über unsere Förderer. Wenn Sie sich für eine größere oder zweckgebundene Spende entscheiden möchten, freuen wir uns über einen Anruf oder eine Mitteilung.

Mitarbeiten

Sind Sie historisch interessiert und lesen gern, finden Sie im Deutschen Tagebucharchiv die Gelegenheit zur Mitarbeit auf verschiedenen Gebieten. Die beständige und ausdauernde Arbeit vieler ehrenamtlich Mitarbeitenden schafft die Voraussetzung, dass autobiografische Zeugnisse als Quellen für die Geschichts- und Kulturforschung genutzt werden können. Impulse durch neue freiwillig Mitarbeitende sind herzlich willkommen. Sie verfügen über einige Stunden pro Woche, die Sie mit einer interessanten Tätigkeit füllen wollen? Sie arbeiten gerne im Team und möchten Ihre beruflich erworbenen Fähigkeiten auch nach Renteneintritt nicht brach liegen lassen? Sie wohnen nicht vor Ort und möchten trotzdem z.B. transkribieren und/oder lesen und für die Datenbank erfassen? Wir freuen uns über einen Kontakt und informieren Sie gerne über mögliche Einsatzmöglichkeiten am Beispiel einer Freiwilligen.

Rigi-Besteigung

Für den Blog der Schweizer Nationalbibliothek verfasste Gabriel Heim, Buch- und Filmautor aus Basel, einen Beitrag zum Reisetagebuch von Carl August Wildenhahn (DTA 673). Wildenhahns Diarium ist in der aktuellen Ausstellung im Museum im Deutschen Tagebucharchiv zu sehen und auch mit einer Hörprobe vertreten. Wer noch mehr von Wildenhahns humorvollen Zeichnungen – er bewunderte die „zierlichen Berner Mädchen“ – und Texten anschauen will, kann in der Bilderserie zum Reisetagebuch auf unseren Webseiten blättern.

Comme un allemand en France

Die neue und überarbeitete Auflage dieses Buches (siehe unseren früheren Artikel) wurde durch unveröffentlichte Materialien erweitert, darunter Gedichte und Zeichnungen eines deutschen Gefangenen zu seinem täglichen Leben, die Betrachtungen einer jungen deutschen Hilfskraft und ihre Entwicklung zwischen 1940 und 1944 in der besetzten Hauptstadt oder das Kriegstagebuch eines jungen deutschen Soldaten, der den Mut der französischen Streitkräfte lobt.

Treffen europäischer Tagebucharchive

Das Netzwerk der europäischen Tagebucharchive EDAC traf sich im April 2023 zu einem ersten persönlichen Meeting nach der Pandemie in Emmendingen. Im Rahmen dieses Meetings fanden zwei öffentlichen Veranstaltungen in englischer Sprache statt. Diese wurden aufgezeichnet und stehen zur Verfügung unter: EDAC Meeting 04-2023 . Einen kurzen Eindruck zu diesem Meeting geben wir auf unserem Instagram-Kanal unter dem Highlight EDAC.

Deutsch-Französische Lese-Matinee

Das Deutsche Tagebucharchiv und das Landratsamt Emmendingen luden am Sonntag, 22. Januar 2023 in den Bürgersaal im Alten Rathaus in Emmendingen zu einer Lesung von Tagebucheinträgen über die deutsch-französische Freundschaft ein. Anlass der Veranstaltung war der 60. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags und die 25jährige erfolgreiche Kooperation des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen mit der Association pour l’Autobigraphie (APA) in Ambérieu-en Bugey in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Vorgetragen wurden Tagebucheinträge in deutscher Sprache aus dem Fundus der beiden Archive zum Thema deutsch-französische Beziehungen seit 1918. Auch zwei Vertreterinnen des französischen Partnerarchivs lasen Texte. Das Duo Jazz x 2 mit Regina Stephan am Piano und Reinhard Stephan an der Trompete begleiteten die Matinee musikalisch. Die Veranstaltung wurde vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds gefördert und war eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen Tagebucharchivs mit dem Landratsamt Emmendingen, Landkreis Emmendingen.

Jubiläum – Nachlese

Mit der Gründung durch Frauke v. Troschke und 5 Tagebüchern in ihrem Wohnzimmer beginnt 1998 die Geschichte des Deutschen Tagebucharchivs. 25 Jahre später umfasst der Fundus über 25.000 Einzeldokumente von etwa 5.000 Autorinnen und Autoren. Überwiegend Tagebücher, aber auch Erinnerungen und Briefe stehen jetzt der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung. Ein kleines Museum, öffentliche Lesungen und Broschüren erlauben auch interessierten Laien einen Einblick in die Vielfalt der Sammlung.   Zum 25. Geburtstag erschienen zahlreiche Presse- und Medienbeiträge, von denen wir hier eine kleine Auswahl präsentieren: SWR AKTUELL Beitrag mit Video N-TV Nachrichten Bilderstrecke WDR3 Radiobeitrag DLFKULTUR Schreibend das Leben bewältigen SWR1 Radiobeitrag Reisetagebücher BZ Hier hat das Gedächtnis der Welt einen Ort

Ausstellung aktuell

Das Deutsche Tagebucharchiv feiert im Januar 2023 seine Vereinsgründung vor 25 Jahren. Aus diesem Anlass wird die aktuelle Ausstellung Lebenslust–Lebenslast–Lebenskunst – Tagebücher erzählen ergänzt und aktualisiert. Neu aufgenommen werden Arbeitsjournale und Werkstattbücher, darunter eine ausgefallene Sammlung von 35 kleinen „Kochkalendern“, in die eine Hausfrau über Jahrzehnte einträgt, was sie mittags kocht. Die „Schlaue(n) Bücher“ eines Radiotechnikers enthalten technische Überlegungen, Diagramme, Tabellen und Planskizzen. Farbenreich arrangiert sind die Arbeitsbücher einer Textilkünstlerin mit Stoffproben, Entwurfsskizzen und Schnittmustern. Zu sehen sind außerdem fantasievoll dekorierte Scrapbooks von Hobbykünstlerinnen, das reich bebilderte Logbuch eines Offizieranwärters oder das Fahrtenbuch einer jungen Frau aus den 1930er Jahren. Besonders gewürdigt wird auch das Tagebuch von Lina Neuhaus, einer frühen betrieblichen Sozialarbeiterin. Ihr Betriebstagebuch aus einer Munitionsfabrik in Südwestfalen dokumentiert, wie sich die Fabrikpflegerin für die 1.400 Arbeiterinnen einsetzte. Tagebücher als Tondokument – Nach wie vor sind Auszüge aus den 11 Vitrinen , die mit einem Audioguide (QR-Code) ausgestattet sind, über den Webbrowser des eigenen Smartphones zu hören.

das Bild auf dem Buchdeckel zeigt eine Frau, die einen Brief an sich drückt

Eine Feldpostgeschichte

In unserem Neuigkeitenbrief 3/2019 schrieben wir: „Die Bestsellerautorin Mechtild Borrmann („Trümmerkind“, „Der Geiger“) las eine Woche lang Alltagsschilderungen von Privatpersonen zum Leben in Kassel von 1933 bis 1950 … . Für ein neues Romanprojekt möchte sie mit Hilfe der Stimmungen in diesen Texten dem Ton der Zeit und des Ortes näherkommen.“ Nun liegt ihr neues Buch „Feldpost“ in den Buchhandlungen aus und der Hessische Rundfunk veröffentlichte ein Gespräch mit der Autorin , auch über ihre Recherchen im DTA.

Hoffnung – Zuversicht – Resilienz

„Ich habe Hoffnung und gebe sie nicht auf“  hieß 1998 die allererste ZEITREISE und diesen Titel greift das DTA anlässlich seines 25-jährigen Bestehens in neuen Texten wieder auf. Überlebensnotwendig war Hoffnung zu allen Zeiten, brandaktuell ist sie heute. Schlagwort auf Bannern in der Pandemie, Einsatz für Frieden und Freiheit in Kriegs- und Unterdrückungszeiten, Zuversicht in Krankheit und Leid, positive Kraft gegen Umweltzerstörung und Klimakrise. Viele dieser Fäden greift die 24. ZEITRREISE aus Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen auf; die Schreibenden sind sehr unterschiedlich, weiblich und männlich, jung und alt, aus dem 19. Jahrhundert, aus Kriegsjahren, der Nachkriegszeit oder dem Hier und Jetzt. Allen gemeinsam ist bei aller Schwere ein Hoffnungsfunke, ein optimistischer Blick auf die Zukunft und das, was man Resilienz nennt. Die neue Zeitreise-Broschüre ist für 10 € bei der Geschäftsstelle erhältlich.

Vom Weggehen, Ankommen und Bleiben

Ein Familienbriefwechsel im 19. Jahrhundert Abenteuerlust, Wagemut und Suche nach Glück und Erfolg fern der Heimat – Auswanderung hat viele Gründe. Das Deutsche Tagebucharchiv lud ein, die Auswandererfamilie Reichenecker aus der Umgebung von Reutlingen kennenzulernen und hautnah mitzuerleben, wie es sieben von acht Geschwistern nach ihrer Auswanderung nach Amerika, Frankreich und in die Schweiz erging. Zwischen 1850 und 1900 erzählen sich die Ausgewanderten und Daheimgebliebenen in einem regen Briefwechsel ihren Alltag, ihre Erlebnisse und ihre Gefühle. Die Referentin Dr. Gertrud Lütgemeier – langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin aus Essen – hat alle Briefe sorgfältig gelesen und sich auf die Spurensuche nach biografischen, lokalen und historischen Hintergründen der einzelnen Auswanderungsgeschichten gemacht. Das Ergebnis dieser Detektivarbeit fügt sich zu einem spannenden und lebendigen Gesamtbild. Es bereichert die Auswanderungsforschung der württembergischen Landeskinder im 19. Jahrhundert um eine ganz individuelle und persönliche Perspektive. Nachzulesen ist die umfangreiche Studie in: Reutlinger Geschichtsblätter Neue Folge 60 (2021), hrsg. von Stadtarchiv und Reutlinger Geschichtsverein,  ISSN 0486-5901.(s. Artikel im Reutlinger Generalanzeiger) Die Veranstaltung wurde unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im …

Bild auf dem Buchdeckel

Gefühlserbschaften

Die Historikerin Miriam Gebhardt geht nach dem Tod ihres Vaters auf Spurensuche: wie wurde ihre eigene Generation, die sogenannten Babyboomer, geboren in den 1950er und 1960er Jahren durch die Nachkriegsgeneration, ihre Eltern, geprägt? Sie untersucht autobiografische Zeitzeugnisse – darunter etliche aus dem DTA-Fundus – und ihrem privaten Umfeld. Ich werde in diesem Buch deutsche Geschichte als Familiengeschichte erzählen. Es wird dabei vor allem um Gefühlserbschaften gehen, schreibt sie in ihrer Einleitung. Sie widmet sich den Fragen Wie wurden meine Eltern, wie sie sind? Und wie haben ihre Erfahrungen mein Leben geprägt? Gerade bei den privaten Themen, bei den Vorstellungen von Ehe, Familie, Erziehung, Geschlechterrollen, Sexualität, Arbeit und Schmerz findet sie überraschende Kontinuitäten.