Alle Artikel mit dem Schlagwort: Pandemie

Museumsbesuch virtuell oder wirklich

Die aktuelle Ausstellung „Lebenslust – Lebenslast – Lebenskunst – Tagebücher erzählen“ zeigt  Diarien, welche die Vielfalt der DTA-Sammlung widerspiegeln. Ein Audioguide bietet zusätzliche Impressionen zu ausgewählten Exponaten. Professionelle Sprecher und Sprecherinnen nehmen Sie mit auf einen akustischen Spaziergang durch 11 Vitrinen unserer aktuellen Ausstellung: Ernst Neumann quält sich im August 1902 zu Fuß von Valparaiso über die Anden nach Buenos Aires, Beate Roberts vertraut ab 1952 ihrer „Silberfee“ in 300 kleinen Heften ein Leben lang ihr Innerstes an und Carl August Wildenhahn steigt 1837 in Dresden in den Postwagen, um in die Schweiz, das Land der „ewigen Eisberge und der zierlichen Berner Mädchen“ zu reisen. Sie können unserem Museum aber auch vom Sofa aus einen Besuch abstatten. Rufen Sie im Browser Ihres Smartphones die Seite www.museum.de auf und suchen das Tagebucharchiv. Starten Sie den Audioguide in einer der drei Sprachen Deutsch, Englisch oder Französisch und beginnen Sie anhand der Karte mit einer der Vitrinen. Auch am PC gelangen Sie zu den Hörtexten ( www.museum.de/m/5636). Wir freuen uns über Ihren Besuch – virtuell oder wirklich! Ein Katalog …

„Bekommt ihr auch Alkohol ..?“

Die Spanische Grippe wütete im Sommer 1918 und vor allem im darauffolgenden Herbst. Sie kostete allein in Deutschland Hunderttausende das Leben. Im ZEIT MAGAZIN No 52 stellt Redakteur Jörg Burger auf 9 Seiten dar, was er dazu in alten Tagebüchern und Briefen fand. Manche Parallelen lassen sich zum heutigen Umgang mit der Pandemie ziehen. Karl Wille schreibt am 22.10.1918 : „Viele Orte Groß-Berlins haben wegen der Übertragungsgefahr die Schulen geschlossen. Schöneberg hat sich zu solchem Radikalismus nicht aufgerafft, sondern verfügt, daß eine Klasse zu schließen sei, wenn 35% der Kinder fehlen. Gestern ist auch meine 3M-Klasse geschlossen worden, so daß ich nun Grippeferien habe“.  Anderes hingegen lässt heute eher schmunzeln. Karl Bartenstein fragt:  „Bekommt ihr auch Alkohol gegen die Grippe? Das sollte fast das einzige Mittel der Ärzte sein. Ich werde nun auch eine Flasche Rotwein holen.“ ZEIT-Magazin No 52 vom 10.12.2020 S. 44 – 52

Radio-Zeitung-TV

Ganz privat? Tagebücher nennt sich das Radiofeature von Katja Artsiomenka aus der Reihe „Neugier genügt“ im WDR5. Durch Freud und Leid mit Stift und Papier überschreibt der Journalist Erich Nyffenegger seinen Artikel auf Seite 3 der Schwäbischen Zeitung vom 29. Juli 2020. Der 2teilige Dokumentarfilm Berlin 1945 – Tagebuch einer Großstadt verbindet historische Archivaufnahmen und Tagebucheinträge (ARTE / rbb, nur bis zum 8.8. 2020 in der Mediathek) Anfang Juli drehte ein ZDF-Team im Tagebucharchiv und in seinem Museum einen  Beitrag für die Sendungen  heutejournal und  heute in deutschland (siehe Video unten). Das Team von Radio SAW (Sachsen-Anhalt-Welle) führte zum Tag des Tagebuchs am 12. Juni mit Marlene Kayen ein Interview. Die spanische Grippe 1918 im Tagebucharchiv Emmendingen; ein Radio-Bericht im SWR2 aus der Sendung Journal am Mittag vom 26. Mai 2020