Alle Artikel mit dem Schlagwort: Museum

„Die kosmopolitische Kinderstube“

– Sie hatten noch keine Gelegenheit, unser kleines Museum zu besuchen? – Wir lassen in unregelmäßigen Abständen Stimmen aus unserer aktuellen Museumsausstellung zu Wort kommen; auf Deutsch, Englisch oder Französisch, je nachdem auf welches der weißen Startdreiecke Sie klicken. Heute begegnen Sie der kosmopolitischen Familie Darré und im Juni ihren Nachkommen, der Familie Albert: zwei Generationen beschreiben das Aufwachsen ihrer Kinder. Zunächst Richard Darré (* 1854 – † 1929) und Emilia Darré (* 1872 – † 1936), die im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhundert das Aufwachsen ihrer 4 Kinder protokollieren. Die gut situierte Kaufmannsfamilie lebt zunächst in Buenos Aires, 1906 kehrt die Mutter mit ihren Kindern nach Deutschland zurück. (DTA 4088) Tagebücher erzählen… Tales From Diaries… Raconter sa vie…

„3 Stiefel geleert …“

– Sie hatten noch keine Gelegenheit, unser kleines Museum zu besuchen? – Wir lassen in unregelmäßigen Abständen Stimmen aus unserer aktuellen Museumsausstellung zu Wort kommen; auf Deutsch, Englisch oder Französisch, je nachdem auf welches der weißen Startdreiecke Sie klicken. Hier lädt Sie Friedrich Wilhelm Vitt  (1880-1970)  zum  Stammtisch „Ruhige Ecke“ nach Magdeburg ein. 10 Jahre lang  – zwischen 1931 und 1941 – treffen sich die 12 Stammtischbrüder  jeden Sonnabendnachmittag und ihr Vorsitzender Friedrich Wilhelm Vitt protokolliert die Treffen in zwei dicken Heften: „Im gemütlichen Teil wurden 3 Stiefel geleert“ (DTA 3086). Tagebücher erzählen… Tales From Diaries… Raconter sa vie… Weitere Abbildungen aus diesen Heften finden Sie in unseren Bilderserien. Die bisherigen Folgen finden Sie auf unserer Museumsseite.

„Mein Juni …“

– Sie hatten noch keine Gelegenheit, unser kleines Museum zu besuchen? – Wir lassen in unregelmäßigen Abständen Stimmen aus unserer aktuellen Museumsausstellung zu Wort kommen; auf Deutsch, Englisch oder Französisch, je nachdem auf welches der weißen Startdreiecke Sie klicken. Hier nimmt Sie Carl August Wildenhahn im Jahr 1837 mit auf eine Postkutschenreise von Dresden in die Schweiz (DTA 673). Wer Wildenhahns humorvolle  Zeichnungen anschauen möchte  – er bewunderte die „zierlichen Berner Mädchen“ – kann in unserer Bilderserie zum Reisetagebuch blättern. Für den Blog der Schweizer Nationalbibliothek verfasste der Basler Autor Gabriel Heim den aufschlussreichen Artikel: Amüsantes Reiseta­ge­buch zeigt die Schweiz um 1837. Tagebücher erzählen… Tales From Diaries… Raconter sa vie… Die bisherigen Folgen finden Sie auf unserer Museumsseite.

„Es war bitterkalt …“

Hörproben aus Tagebüchern – Sie hatten noch keine Gelegenheit, unser kleines Museum zu besuchen? – Hier lassen wir in unregelmäßigen Abständen einige Stimmen aus unserer aktuellen Museumsausstellung zu Wort kommen; auf Deutsch, Englisch oder Französisch, je nachdem auf welches weiße Startdreieck Sie klicken. Wir beginnen mit einem Auszug aus dem Tagebuch Von Valparaiso nach Buenos Aires des Kaufmanns Ernst Neumann (1873-1945), der darin seine Erlebnisse während der Überquerung der Anden im August 1902 schildert. Tagebücher erzählen… Tales From Diaries… Raconter sa vie…

Ausstellung aktuell

Das Deutsche Tagebucharchiv feiert im Januar 2023 seine Vereinsgründung vor 25 Jahren. Aus diesem Anlass wird die aktuelle Ausstellung Lebenslust–Lebenslast–Lebenskunst – Tagebücher erzählen ergänzt und aktualisiert. Neu aufgenommen werden Arbeitsjournale und Werkstattbücher, darunter eine ausgefallene Sammlung von 35 kleinen „Kochkalendern“, in die eine Hausfrau über Jahrzehnte einträgt, was sie mittags kocht. Die „Schlaue(n) Bücher“ eines Radiotechnikers enthalten technische Überlegungen, Diagramme, Tabellen und Planskizzen. Farbenreich arrangiert sind die Arbeitsbücher einer Textilkünstlerin mit Stoffproben, Entwurfsskizzen und Schnittmustern. Zu sehen sind außerdem fantasievoll dekorierte Scrapbooks von Hobbykünstlerinnen, das reich bebilderte Logbuch eines Offizieranwärters oder das Fahrtenbuch einer jungen Frau aus den 1930er Jahren. Besonders gewürdigt wird auch das Tagebuch von Lina Neuhaus, einer frühen betrieblichen Sozialarbeiterin. Ihr Betriebstagebuch aus einer Munitionsfabrik in Südwestfalen dokumentiert, wie sich die Fabrikpflegerin für die 1.400 Arbeiterinnen einsetzte. Tagebücher als Tondokument – Nach wie vor sind Auszüge aus den 11 Vitrinen , die mit einem Audioguide (QR-Code) ausgestattet sind, über den Webbrowser des eigenen Smartphones zu hören.

Museum wieder geöffnet

Die Ausstellung „Lebenslust – Lebenslast – Lebenskunst – Tagebücher erzählen“ zeigt  Diarien, welche die Vielfalt der DTA-Sammlung widerspiegeln. Ein Audioguide bietet zusätzliche Impressionen zu ausgewählten Exponaten. Professionelle Sprecher und Sprecherinnen nehmen Sie mit auf einen akustischen Spaziergang durch 11 Vitrinen unserer aktuellen Ausstellung: Ernst Neumann quält sich im August 1902 zu Fuß von Valparaiso über die Anden nach Buenos Aires, Beate Roberts vertraut ab 1952 ihrer „Silberfee“ in 300 kleinen Heften ein Leben lang ihr Innerstes an und Carl August Wildenhahn steigt 1837 in Dresden in den Postwagen, um in die Schweiz, das Land der „ewigen Eisberge und der zierlichen Berner Mädchen“ zu reisen. Sie können unserem Museum aber auch vom Sofa aus einen Besuch abstatten. Rufen Sie im Browser Ihres Smartphones die Seite www.museum.de auf und suchen das Tagebucharchiv. Starten Sie den Audioguide in einer der drei Sprachen Deutsch, Englisch oder Französisch und beginnen Sie anhand der Karte mit einer der Vitrinen. Auch am PC gelangen Sie zu den Hörtexten ( www.museum.de/m/5636). Wir freuen uns über Ihren Besuch – virtuell oder wirklich! Ein Katalog zur …

In amerikanischer Kriegsgefangenschaft

Im Continental Enclosure n°19, einem amerikanischen Kriegsgefangenenlager für deutsche Soldaten in Foucarville beginnt der ehemalige Stabsflugzeugführer Anton Riediger (1899-1959) Tagebuch zu schreiben. Er schildert das Leben in diesem und dem Gefangenenlager n°15 bis zu seiner Entlassung 1946. Im Sommer 2016 wird auf Initiative des Conseil communal de Foucarville im AIRBORNE MUSEUM, im benachbarten Sainte-Mère-Eglise, die Ausstellung Un camp de prisonniers allemands à Foucarville, 1944-1947 eröffnet und sein Tagebuch (DTA 2075) findet – dank der Zustimmung seiner Familie – als Leihgabe den Weg in das Museum. (Das Bild des Ausstellungsplakats wurde der damaligen Museumswebsite entnommen.)

Museum eröffnet

„Zwei Räume sind mit Vitrinen, Tafeln, Bildern und einem Touchscreen bestückt. Nach einer Idee des ausführenden Stuttgarter Architekten Zlatko Antolovic sind die Vitrinen einmal dem Ort nachempfunden, an dem Tagebücher verfasst werden, nämlich Schreibtischen und einmal dem Ort, an dem sie aufgehoben werden, nämlich Schubladen. Die Korpusse beider Arten von Schauschränken sind dunkelgrau und von sehr klarer, feiner Struktur. Sie lenken nicht ab von den Schätzen, die sich unter den Glasscheiben befinden: Sie sind vielmehr ihr natürliches Bett. Einen sehr benutzerfreundlichen Zugang zu den Dokumenten – ja zum Thema Tagebücher – bietet der Touchscreen in einem der beiden Räume. Hier gibt es Bildergalerien, Videos, eine Übersicht über „Das Archiv in den Medien“ und schließlich die virtuelle Möglichkeit, in einem Tagebuch zu blättern. Dabei fällt noch einmal auf, mit wie viel Liebe zum Detail und Sorgfalt die Menschen über die Jahre hinweg ihre Tagebücher gestaltet haben: Manche sind ausgesprochene Kunstwerke.“ Heidi Ossenberg, Badische Zeitung, 26.11.2014 Nach intensiver Planung und Vorbereitung verfügt das Deutsche Tagebucharchiv seit Ende November 2014 im ersten Obergeschoss des Alten Rathauses über ein …