Alle Artikel mit dem Schlagwort: Audiofassung

Hörvergnügen in 3 Sprachen

Professionelle Sprecher und Sprecherinnen nehmen Sie mit auf einen akustischen Spaziergang durch 11 Vitrinen unserer aktuellen Ausstellung: Ernst Neumann quält sich im August 1902 zu Fuß von Valparaiso über die Anden nach Buenos Aires, Beate Roberts vertraut ab 1952 ihrer „Silberfee“ in 300 kleinen Heften ein Leben lang ihr Innerstes an und Carl August Wildenhahn steigt 1837 in Dresden in den Postwagen, um in die Schweiz, das Land der „ewigen Eisberge und der zierlichen Berner Mädchen“ zu reisen. Sie können unserem Museum jetzt bequem vom Sofa aus einen Besuch abstatten. Rufen Sie im Browser Ihres Smartphones die Seite www.museum.de auf und suchen das Tagebucharchiv. Starten Sie den Audioguide in einer der drei Sprachen Deutsch, Englisch oder Französisch und beginnen Sie anhand der Karte mit einer der Vitrinen. Auch am PC gelangen Sie zu den Hörtexten  ( www.museum.de/m/5636). Wir freuen uns über Ihren Besuch – virtuell und hoffentlich bald auch live!

22. ZEITREISE

… und ab geht die Post!

Zirkularbriefe im 20. Jahrhundert lautet der Titel der 22. ZEITREISE des Deutschen Tagebucharchivs, die in diesem Jahr nur digital mit zwei Audiofassungen oder – ganz konventionell – als individuelles Leseerlebnis stattfinden kann: In diesen Tagen erschien die 100-seitige, bebilderte ZEITREISE-Broschüre. Soziale Netzwerke vereinfachen heute den Kontakt innerhalb des Freundes- und Familienkreises und was einst alltäglich war, das Briefeschreiben, ist zu einer seltenen Tätigkeit geworden. Was aber selten ist, wird zu etwas Besonderem. Romantiker würden sagen: Briefe sind echt. Neben Feldpostbriefen oder Liebesbriefen, gibt es eine weitere Briefkategorie: die Zirkularbriefe. Der Zirkularbrief war ein Brief, der als gebundenes Buch oder als loses Bündel innerhalb einer Gruppe reihum ging, von den einzelnen ergänzt wurde und stetig um einen neuen Beitrag wuchs. Meist gab es jemanden, der den Zirkularbrief organisierte, es gab Vorgaben für die Verweildauer und sogar Mahngebühren: Überschreitung kostet 5 Pfennige! heißt es 1903 beim Korntaler Fünfbund. Was noch so alles in diesen Rundbriefen, die nicht selten über Jahre geschrieben wurden, verhandelt wird, lesen oder hören Sie in den Debatten der Pillenmädels. Beide Hörfassungen finden Sie …