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Hörtexte zur 23. ZEITREISE

Rechnen mit vielen Nullen
Die 1920er Jahre in Tagebüchern und Briefen

Clara Brause „Heraus aus dem Dunkel – empor zum Licht“, 1923 – 1929
Die einst gut situierte, nach dem Tod des Mannes verarmte Witwe lebt zusammen mit ihrer 25-jährigen Tochter Erna, einer Bankangestellten, in einer geräumigen Wohnung in Berlin-Moabit, in der sie Zimmer vermietet. 15 Tagebücher füllt sie zwischen 1923 und 1936. Das Leben in Berlin 1923 – wie für viele ist der Alltag der 49-jährigen Clara Brause nicht „golden“, sondern von der Inflation und dem Ringen um die Existenz bestimmt (DTA 664)

Oskar Schlindwein „Eine raue Wirklichkeit weht mich an“ 1918 – 1927
Am Sonntag, 29. August 1900 kommt Oskar im vorderpfälzischen Dorf Edesheim zur Welt. 1918 bewirbt er sich als Bahnbeamtenanwärter für den mittleren Dienst. In der Nachkriegs-inflation müssen die Eltern ohnmächtig mit ansehen, wie ihr ganzes Vermögen von etwa 20.000 Goldmark dahinschwindet. Trotz der schwierigen Beziehung zu ihnen, unterstützt Oskar sie. Das Studium von Literatur und Kunst ist Kompensation für eine unerfüllte Bildungskarriere und den ungeliebten Beruf. Immerhin kann er als Bahnbeamter kostengünstig reisen. (DTA 3117)

©Produktion der beiden Audiofassungen:
Tonstudio TONPONY, Emmendingen (Instagram)