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Tagebuch in XXL

Der Freiburger Künstler Tom Brane hat im Auftrag der Stadt ein riesiges Graffito gegenüber dem Emmendinger Bahnhof gestaltet.
Kernmotiv ist eine Tagebuchschreiberin, die mit einem Füller in weiten Schwüngen die Seiten eines fiktiven Tagebuchs beschreibt. Ihren Aufzeichnungen entsteigen lokalgeschichtliche Darstellungen, Motive des Lebens, der Liebe und des Todes. Das Alte Rathaus und das Emmendinger Tor fehlen ebenso wenig wie Marie Antoinette auf ihrem Hochzeitszug, badische Revolutionäre oder die Schrecken des Zweiten Weltkriegs mit seinen Luftangriffen und die Besatzungszeit. Daneben stehen Abschiedsszenen am Bahnhof, ein Kuss, ein Heiratsantrag oder Regionales wie die Fasnet oder Fußball. „Emmendingen ist ja die Stadt der Tagebücher“, sagt Tom Brane, „und im Grunde ist jede Stadt ein Tagebuch. Man sieht in ihren Bauwerken und Zeitzeugnissen, was sie erlebt hat. Während die Frau schreibt, wird sie schon Teil eines neuen Tagebuchs“.