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Das Museum im deutschen Tagebucharchiv ist wegen Umbau im Alten Rathaus bis auf weiteres geschlossen. Geplante Wiedereröffnung Dezember 2018.

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Ausstellungsplakat Innenansichten

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Plakat DTA Ausstellung 2014

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Ausstellungsplakat Innenansichten

INNENANSICHTEN – 200 Jahre Familie in Tagebüchern und Briefen

Familienporträts zieren die Wände vieler Wohnungen. Im Deutschen Tagebucharchiv befinden sich über 5.300 Tagebücher, Briefe und Erinnerungen mit Aufzeichnungen zum Familienleben von Frauen, Männern und Kindern vom 19. Jahrhundert bis in die aktuelle Zeit.

Die Ausstellung INNENANSICHTEN wagt den Blick hinter das Familienporträt: Was empfindet die 13jährige, deren Eltern sich scheiden lassen? Was bedeutet es für die Ehefrau, die – bedingt durch die Kriegsereignisse – plötzlich allein für ihre Kinder sorgen muss? Der historische Wandel von der im 19. Jahrhundert weit verbreiteten Großfamilie bis zur heutigen Diversität in den Familien  wird sichtbar. Aspekte wie Ehe und Scheidung, Kindererziehung, Zusammenspiel der Generationen, Krankheit, Pflege und Tod werden in unterschiedlichsten Lebenszeugnissen lebendig.

Originaldokumente mit ausgewählten, transkribierten Textpassagen, Wandtafeln mit Fotografien und Hintergrundinformationen, eine Medienwand mit einer umfangreichen Sammlung von Familienfotos, drei Familientagebücher, die man virtuell durchblättern kann und zwei Tabletcomputer mit nebeneinander angeordneten Originalen und Transkriptionen bieten Gelegenheit sich auf die Spurensuche nach dem Menschen, der Familie hinter dem Text oder dem Foto zu machen.

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Ausstellung vom 23. November 2014 bis 18. Juni 2015

Plakat der Ausstellung

Zwischen Hurra und Hölle
1870 – Erster Weltkrieg – 1932

Vor allem in Krisenzeiten dokumentieren und kommentieren Menschen ihre private Situation – wie auch aus sehr persönlicher Sicht – die Zeitgeschichte. In den Tagebüchern, Briefen und Lebensgeschichten, die nach fast hundert Jahren ihren Weg aus Schubladen und Koffern ins Deutsche Tagebucharchiv fanden, kann man nachspüren, wie sich der Nationalstolz, die Größenphantasien, die Kriegsideen im deutschen Kaiserreich vor dem Krieg zur Euphorie nach ersten Siegen steigerte, aber bald in Ernüchterung umschlugen.

Soldaten, Krankenschwestern, Pastoren, Ehefrauen schrieben über die Schrecken, die sie erlebten, über schleichende Versorgungsverschlechterungen und zunehmende Kriegsmüdigkeit.

Die Freude über das Kriegsende wurde bei vielen durch politische Wirren und weitere Verschlechterung der Versorgungslage gedämpft. Hohe Arbeitslosigkeit und galoppierende Geldentwertung machten den Menschen zusätzlich das Leben schwer. Die 1920er erlebten nur wenige als „goldene Zwanzigerjahre“.

Lesecke

Handout-Texte zu dieser Ausstellung zum Nachlesen

Bild des Textes Siegfried EggebrechtBild des Textes Franz Xaver Hiendelmeier  Bild des Textes Anna SteinmetzBild des Textes Lina Klingspor Bild des Textes Molly Haake