Autor: Admin-DTArchiv

Mitarbeiten

Liegt Ihr Interesse im kulturellen Bereich, finden Sie im Deutschen Tagebucharchiv die Gelegenheit zur Mitarbeit auf verschiedenen Gebieten.

Die beständige und ausdauernde Arbeit vieler ehrenamtlich Mitarbeitender schafft die Voraussetzung, dass autobiografische Zeugnisse als Quellen für die Geschichts- und Kulturforschung genutzt werden können. Impulse durch neue freiwillig Mitarbeitende sind herzlich willkommen. Sie verfügen über einige Stunden pro Woche, die Sie mit einer interessanten Tätigkeit füllen wollen? Sie arbeiten gerne im Team und möchten Ihre beruflich erworbenen Fähigkeiten nach Renteneintritt nicht brach liegen lassen? Sie wohnen nicht vor Ort und möchten trotzdem z.B. transkribieren und/oder lesen und für die Datenbank erfassen?

Wir freuen uns über einen Kontakt und informieren Sie gerne über mögliche Einsatzmöglichkeiten.

"Denkmal der Freundschaft" ALBORVM AMICORVM, 1791 Jena

Fördern

Eine erfreulich große Zahl von Freunden des Deutschen Tagebucharchiv unterstützt einmalig oder regelmäßig unsere Arbeit. Erst die Summe der Mitgliedsbeiträge und Spenden sichert den Weiterbestand und die Weiterentwicklung des DTA, zumal eine institutionelle Dauerförderung leider nicht absehbar ist und Projektgelder nur für das jeweilige Projekt verwendet werden dürfen.

Spendenkonto des Deutschen Tagebucharchivs
Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau
IBAN: DE92 6805 0101 0020 0259 79
BIC-/SWIFT-Code: FRSPDE66 XXX

Sie erhalten selbstverständlich eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung.

(Bild: „Denkmal der Freundschaft“ ALBORVM AMICORVM, 1791 Jena)

Sponsern

Wir bedanken uns bei allen Partnern, Förderern und Sponsoren, die bisher die Arbeit des Deutschen Tagebucharchiv maßgeblich als Projektpartner unterstützt haben.
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Kind versprich mir, …

Entstanden nach der Auswertung von Dokumenten des DTA:
In seinem kürzlich erschienenen Buch „Kind versprich mir, dass du dich erschießt“ erzählt der Historiker und Dokumentarfilmer Florian Huber die bis dahin noch „unerzählte Geschichte“ der kleinen Leute, die 1945 in einer Selbsttötungswelle ihrem Leben ein Ende setzten. In einer Mischung aus Analyse und Erzählung und unter Verwendung von Tagebüchern von drei Autorinnen und vier Autoren aus dem DTA berichtet er über eine bisher kaum bekannte Seite des Kriegsendes.

Die Zeitung Der Sonntag veröffentlichte ein Interview mit Florian Huber.

In der Radio-Sendung Die ganz private Kapitulation diskutierte Florian Huber mit dem Historiker Dietmar Süß und dem Soziologen Michael Witte und ging auch auf den vielfältigen Quellenbestand des Tagebucharchivs ein. (SWR2 Forum vom 15.4.2015)

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Florian Huber
Kind, versprich mir, dass du dich erschießt – Der Untergang der kleinen Leute 1945
304 Seiten. Taschenbuch € 11,00
Piper
ISBN: 978-3-492-30898-4

Die Gründerin des Tagebucharchivs nimmt Abschied

Nach 18 Jahren gibt Frauke von Troschke den Vorsitz in die Hände eines neuen Leitungsteams. Dem DTA bleibt sie als Ehrenmitglied weiterhin verbunden!

Die Landesschau des SWR Baden-Württemberg bat Frauke von Troschke als Studiogast auf das rote Sofa: sie berichtet von ihrem erfolgreichen Bemühen, den Geschichten vieler Menschen und ihrer schriftlich festgehaltenen Schicksale eine Heimat zu geben und sie damit der Anonymität und dem Vergessen zu entreißen.

Deutsch-japanische Beziehungen

Ein Auszug aus der Fachzeitschrift „Nichidoku bunka koryushi kenkya (Studien über die deutsch-japanischen Beziehungen)“ Nr. 14 wurde dem Deutschen Tagebucharchiv aus Tokio gesandt. Die Historikerin Aya Puster recherchierte im vergangenen Jahr im DTA und entdeckte die Tagebücher des Seesoldaten Franz L.
Dieser wird 1907 nach Tsingtau (Kiautschou) in China eingeschifft und dient dort als Soldat bis zur Eroberung der Kolonie durch die japanische Armee im Herbst 1914. Ausführlich schreibt er über die Geschichte dieser deutschen Kolonie, den Aufbau der Infrastruktur, die militärischen Einrichtungen und die Situation anderer europäischer Kolonien in China. (siehe auch: Bundesarchiv Die Entstehung der Musterkolonie Kiautschou)

Die Kopien, die Frau Puster im Tagebucharchiv anfertigte, werden nun im Historischen Archiv des Erziehungsausschusses der Stadt Kurume in Japan aufbewahrt.

Nachlese zur 17. Zeitreise

Familie war im DTA das Thema des Jahres 2015: realisiert in der Ausstellung „Innenansichten“ im Museum im Deutschen Tagebucharchiv, in der Zeitreise-Lesung „Familienbande“ im Bürgersaal des Alten Rathauses und in der begleitenden Textbroschüre.

Insgesamt wählte das Zeitreise- und Ausstellungsteam 50 Tagebücher, Erinnerungen und Briefe aus einem Gesamtbestand von über 5.000 DTA-Dokumenten zum Thema „Familie“ aus, transkribierte erforderliche Textpassagen und setzte sie für die Ausstellung medial und graphisch um. Nachdem die Ausstellung bereits im Juli eröffnet wurde, stellten die Zeitreise-Leseabende im November den Höhepunkt der Beschäftigung mit dem Thema „Familie“ und einen Anziehungspunkt für die Öffentlichkeit dar.
Beide Leseabende waren restlos ausgebucht und das Publikum verfolgte das zweistündige Programm mit großem Interesse. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin, Jutta Jäger-Schenk, führte in das Thema ein und Christa van Husen moderierte routiniert das Programm und erhellte die Lebens- und Familienhintergründe der Autoren, was durch Fotos noch verstärkt wurde.
Das „Kindertrio“ von Julius Klengel (1859-1933), das die Freiburger Musiker Lorenza Lo Iacono an der Violine, Dilshod Nazarov am Cello und Giovanni Piana am Klavier zwischen den Texten vortrugen, verwob sich mit Tagebuchauszügen zu einem harmonischen Ganzen.
Die Zeitreise begann mit den Erinnerungen Emma Eckels an das arbeits- und kinderreiche Leben ihrer Großmutter Mitte des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf in Norddeutschland, führte über die Briefe der großbürgerlichen Familie Böhmert, in denen Mutter und Vater ihren Sohn Willy mahnen, seine Militärzeit und das anschließende Studium in Tübingen ohne große Ausschweifungen durchzuziehen, bis hin zu Conny Fuhrmann, einer DDR-Bürgerin, die zur Wendezeit Familie und politisches Engagement unter einen Hut zu bringen versucht, was zu reichlich Konfliktstoff führt.

Berührend war der Auftritt von Herta Siebler-Ferry (siehe Beitragsbild), einer 1924 geborenen Freiburgerin, die persönlich aus ihren Erinnerungen an die ausgehenden 1940er Jahre las, in denen sie als junge, alleinstehende Mutter zu ihrer Familie in den Schwarzwald zurückkehrt.

Erstes Buchprojekt

Die 350 Seiten umfassende ‚Verborgene Chronik 1914‘ erscheint im Berliner Galiani Verlag. Dieser erste Band umfasst den Zeitraum Juli 1914 bis Januar 1915 und nahezu jeder Tag dieser Vorkriegsphase und ersten Kriegsmonate wird durch Originalzitate aus Tagebüchern und Feldpostbriefen des Deutschen Tagebucharchivs belegt.

Die beiden Münchner Autoren Lisbeth Exner und Herbert Kapfer haben Tausende von Tagebuch- und Briefseiten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs durchgearbeitet und in Form einer Collage von Kriegserlebnissen und -wahrnehmungen von Kriegsteilnehmern und Zivilisten nebeneinander gefügt. Jutta Jäger-Schenk vom DTA wirkte maßgeblich mit an der seit einem Jahr bestehenden Kooperation zwischen Verlag, DTA und den Autoren. Entstanden ist ein spannendes Werk, in dem die Menschen, die den Ersten Weltkrieg selbst erlebt haben, zu Wort kommen.

Wolfgang Hörner, der Programmleiter des Galiani Verlags, hat das Projekt angestoßen und das DTA zuvor dreimal zu Recherchen und Arbeitsgesprächen besucht. Eine Arbeitsgruppe des DTA beschäftigte sich rund zwei Jahre lang mit der Erschließung von DTA-Dokumenten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Vorgesehen sind zwei Folgebände, die den weiteren Verlauf und das Ende des Ersten Weltkriegs zum Inhalt haben werden. Der erste Folgeband soll voraussichtlich 2016 erscheinen.

Hörbuchfassung

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Die Hörbuchfassung des Buches ‚Verborgene Chronik 1914‘ erhielt den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Gelesen von Meike Droste und Wolfgang Condrus werden die 6 Audio-CDs mit einer Laufzeit von 462 Minuten im Hörverlag angeboten.

„Insbesondere in der akustischen Fassung gelingt es, die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ eindringlich zu vergegenwärtigen – mit Auszügen aus 37 bislang nicht veröffentlichten und von ihrem Ursprung her auch nicht zur Veröffentlichung bestimmten Tagebüchern unbekannter Menschen, die dank der Recherche der Herausgeber im Begleitheft eine Biographie erhalten. …“ (Für die Jury Wolfgang Schiffer)

Der Preis wurde im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 13. März 2015 verliehen.

Surviving Hitler’s War

Entstanden nach der Auswertung von Dokumenten des DTA:
„Telling the stories of mothers, fathers and children in their own words, Vaizey recreates the experience of family life in Nazi Germany. From last letters of doomed soldiers at Stalingrad to diaries kept by women trying to keep their families alive in cities under attack, the book vividly describes family life under the most extreme conditions.“
Kurzbeschreibung übernommen von der Seite des Versandhändlers jpc

Enduring the Great War

Entstanden nach der Auswertung von Dokumenten des DTA: „This book is an innovative comparative history of how German and British soldiers endured the horror of the First World War. Unlike existing literature, which emphasises the strength of societies or military institutions, this study argues that at the heart of armies‘ robustness lay natural human resilience. Drawing widely on contemporary letters and diaries of British and German soldiers, psychiatric reports and official documentation, and interpreting these sources with modern psychological research, this unique account provides fresh insights into the soldiers‘ fears, motivations and coping mechanisms. It explains why the British outlasted their opponents by examining and comparing the motives for fighting, the effectiveness with which armies and societies supported men and the combatants‘ morale throughout the conflict on both sides. Finally it challenges the consensus on the war’s end, arguing that not a ‚covert strike‘ but rather an ‚ordered surrender‘ led by junior officers brought about Germany’s defeat in 1918.“
Beschreibung des Verlags  Cambridge University Press